Schulhund

Fast jedes Kind wünscht sich irgendwann mal einen eigenen Hund. Die wenigsten Eltern haben die Ressourcen und Möglichkeiten, dem Kind diesen Wunsch zu erfüllen. Kein Platz, keine Zeit, die Enge der Stadt, die Arbeit… es gibt leider viele Gründe, die gegen einen Hund sprechen. Je größer die Kinder werden, desto bereiter zeigen sie sich jedoch, eigene Verantwortung zu übernehmen.
Schulhunde können da prima Helfer sein, die zum einen in den Bereichen unterstützen, in denen das Kind noch auf Unterstützung angewiesen ist und zum anderen Unabhängigkeit & eigene Erfahrungswerte Raum bieten.
Mit der wachsenden Anforderung in unserer komplexer werdenden Welt, in dem Tierschutz immer präsenter, gleichzeitig aber die Erfahrung mit Tieren weniger wird, ist der Schulhund eine wichtige Möglichkeit Kompetenzen in Ethik und soziales Miteinander zu vermitteln.
„Leistungsoptimierung“ und Lernerfolge kommen erfahrungsgemäß automatisch, aber der Mehrwert sollte an harmonischen Mensch-Tier-Beziehungen liegen und am Spaß an der gemeinsamen Aufgabe.

Einsatzmöglichkeiten in Kita und Schule

Die Definition zur tiergestützten Arbeit hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt. Während man noch vor einigen Jahren nur von den Therapiehunden sprach, hat sich im Rahmen der fortschreitenden Professionalisierung für das Fachgebiet der Mensch-Tier-Interaktion auch eine einheitlichere Definition entwickelt.

So kristallisierte sich die tiergestützte Pädagogik heraus, um zielgerichtet, geplante und strukturierte Intervention für professionelle Pädagogen, oder gleich qualifizierten Personen, durchzuführen.

Dabei wurden, über hundebasierter Konzepte, Maßnahmen zur Förderung zur vestbulären Wahrnehmung und Grob- und Feinmotorik entwickelt. Das selbe gilt für Förderung auditiver und visuelle Wahrnehmungen von Kindern. Auch Übungen zur Koordination bestimmter Bewegungsabläufe wurden entwickelt. Das sind alles Programme, die speziell für Vorschulkinder sinnvoll sind.

Mit gezielten Übungen kann der Hund Kinder auf der phonetisch-phonologischen und semantisch-lexikalischen Ebene fördern.

Vielfältige Einsatzkonzepte mit Schulhunden, ermöglichen mittlerweile vielfältige Lernprogramme. Diese werden von Kindern, beim Einsatz des Hundes, viel motivierter angegangen und somit schneller erfasst und verstanden. So kann ein Hund im Schulbetrieb als Lesehund oder zur Vermittlung numerischer Grundlagen sehr hilfreich sein. Ein Hund als Lernpartner lacht nicht bei Fehlern und strahl Ruhe und Sicherheit aus und gibt Lernstabilität. Somit wird der Einsatzhund auch Vertrauter, der beim Kind eine Selbstwertsteigerung erzielen kann. Auch die Team- wie auch Empathie wird mit gezielten hundegestützten Einsätzen gefördert.

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